Projekt Titelverteidigung

FANFARONADE 2008

Nach wochenlanger Trainingarbeit, drei Showlagern und einem erfolgreichen Wettkampf in Belgien war es nun endlich so weit: der Fanfarenzug Strausberg machte sich in den frühen Morgenstunden des 7. Junis auf den Weg nach Cottbus zur Titelverteidigung. Nach der schon gewohnten rund 2-stündigen Fahrt wuchs die Anspannung und Aufregung ins Unermessliche, da alle wussten, dass die Konkurrenz nicht schläft. Die Eröffnung war diesmal auch für uns ein bisschen anders, weil wir uns entschlossen hatten fast alle unsere Mitglieder (180!! Musiker) mitzunehmen. Doch unsere Kleinen haben sich tapfer geschlagen.

Es kam der heiß ersehnte Marschwettkampf. Enrico hatte es oft genug in den vergangenen Wochen gepredigt: „Man kann nur über den Marschwettbewerb gewinnen!“ Und so war es auch eigentlich geplant, aber es kam anders. Wir gaben uns Mühe unser Bestes zu zeigen: Gerade Reihen, schönes Standbild, super Armbewegungen, saubere Töne, tolles Zusammenspiel usw. Doch wir waren nicht fehlerlos, und somit landeten wir nach dem Marschwettbewerb auf dem zweiten Rang mit 0,27 Punkten Rückstand auf Potsdam.

In der Mittagspause hatten wir alle noch mal Zeit Luft zu tanken und uns für den anstehenden Showwettbewerb vorzubereiten. Wir starteten als dritte nach Dresden und Berlin, welche hart um ihre Plätze kämpften. Ganz nach dem Motto „die Hoffnung stirbt zu letzt“ marschierten wir auf den Rasen und brüllten uns den ganzen Frust vom Vormittag bei dem neuen Aufmarsch aus der Seele. Verlieren konnten wir nicht mehr, nur noch gewinnen. Was dann geschah war einfach nur gigantisch. Wir liefen die Show als würde es kein Morgen geben, alle gaben ihr Bestes und das hat man wirklich gesehen. Es entwickelte sich ein Kampfgeist, der nahezu alle Reihen, Bilder und Töne perfektionierte, wie es einst schon mal in Monza 2003 passierte. Die Zuschauer honorierten dies auch mit riesigem Applaus und Standing Ovations. Nach der Show war die Hoffnung gewachsen, doch wir mussten warten.

Die Siegerehrung war gekommen und alle waren gespannt auf die Ergebnisse. Wie auch schon im Marsch, belegten wir in der Showwertung den zweiten Platz hinter Potsdam. In der Gesamtwertung sah es dann wie folgt aus: 1. Fanfarenzug SG Potsdam (86,04 Punkte), 2. Fanfarenzug Strausberg (85,52), 3. Berliner Fanfarenzug (83,27), 4. Fanfarenzug Dresden (82,18).

Das Projekt Titelverteidigung hat dieses Jahr leider nicht geklappt, aber dieser erwähnte Kampfgeist im Showwettbewerb ist etwas, was vorher noch nicht bei allen da war. Es ist wie immer eine Frage des Kopfes, des Glaubens an das was wir machen und was wir erreichen wollen. Ich persönlich kann nur sagen, dass ich hoffe, dass einige aufgewacht sind und sich den 7.6. im Kopf behalten und auch mal beim Training zeigen, was sie können, denn nur so können wir nächstes Jahr wieder an die Spitze. Nehmt euch diese Worte bitte zu Herzen, schaut auch mal selbst in euch und lasst uns das nächste mal einfach alles besser machen!

Kata

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